„Wie schwer kann es schon sein, eine kleine Gaming-Seite aufzusetzen, um unsere Leidenschaft mit der Welt zu teilen?“ – dachte ich mir. Spoiler: Sehr. Wirklich sehr, auch mit IT-Background.
Was als gemütliches Projekt für die Gaming-Community geplant war, entwickelte sich schnell zu einem digitalen Survival-Horror – ganz ohne Respawn.
Level 1: Aufbau der Seite – oder: Der Endgegner heißt Zeit
Der Plan war simpel: Seite bauen, Inhalte rein, fertig. Die Realität? Ein episches Abenteuer mit mehr Bugs als Cyberpunk zum Launch. Der Aufbau hat sich gezogen wie ein Bosskampf mit 17 Phasen – und das war noch bevor die Seite überhaupt online ging.
Level 2: Die Hacker kommen
Kaum war die Seite halbwegs stabil, ging’s los: Spam, DDoS-Attacken, Proxy-Spielchen. Unsere Seite wurde zur digitalen Müllhalde – noch bevor sie überhaupt jemand besuchen konnte. Warum wir? Gute Frage. Vielleicht war unsere URL früher mal ein russischer Bitcoin-Blog? Vielleicht haben wir einfach Pech. Vielleicht hassen Bots einfach Gamingseiten.
Einmal nicht aufgepasst, zack – alles futsch. Kein Backup. Nur Tränen. Und dazu dann auch noch ein leerer Server, der sich weigerte, mit dem neuesten Ubuntu zu sprechen. Also: Umzug. Neuer Server, neue Hoffnung. Spoiler: Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt.
Level 3: IP-Sperren – Der Kampf gegen Windmühlen
Die Angriffe gingen auch auf dem neuen Server weiter. Klar, weiter die gleiche URL und weiter WordPress.
„Dann sperren wir einfach die IPs der Angreifer!“ – sagten wir. Und sperrten. Und sperrten. Und sperrten. Ganze Länder wurden ausgesperrt. Aber die Bots? Die kamen trotzdem. Mit Proxies. Wie Zombies mit VPNs.
Level 4: Sicherheitsplugins – Placebo für Admins
Natürlich haben wir Plugins ausprobiert. Viele. Manche haben ein bisschen geholfen. Die meisten waren wie ein Regenschirm im Orkan. Nett gemeint, aber nutzlos.
Fun Fact: 2020 machten Bots über 40% des weltweiten Internet-Traffics aus. Und ich bin ziemlich sicher, dass 39% davon unsere Seite besucht haben.
Level 5: Der letzte Versuch – Sucuri
Wir waren kurz davor aufgeben, die Hoffnung war schon lange tot. Die Welt wird wohl nie erfahren, was zwei einfache Gamer so in ihrer Freizeit treiben.
Dann wie durch Zufall kam Sucuri. Und plötzlich war sie wieder da – die Hoffnung. Die Web Application Firewall versprach Schutz, Stabilität und endlich Ruhe im digitalen Karton.
Die Einrichtung? Nicht ganz trivial, aber auch kein Hexenwerk. Man muss wissen, was ein DNS-Server ist und wie man seine DNS-Einstellungen konfiguriert. Danach läuft vieles über die Sucuri-Oberfläche – angenehm verständlich und fast schon freundlich.
Wer noch tiefer in die Sicherheit eintauchen will, muss sich mit Servereinstellungen beschäftigen. Aber hey – alles, was man dabei lernt, hilft einem garantiert in der Zukunft. Oder beim nächsten Cyberangriff.
Fazit: Es war nicht leicht – aber es war lehrreich
Wir möchten definitiv an WordPress festhalten, da es für uns die schnellste und einfachste und somit auch einzige Möglichkeit ist, diesen Blog zu betreiben. Auch wenn es uns also jede Menge Nerven gekostet hat, so hat sich der Aufwand gelohnt. Trotz weiter steigender Zahl an Angriffen läuft die Seite stabil.
Wir hätten nicht gedacht, dass dieser Aufwand für einen kleinen Blog notwendig ist, aber wir haben auch einiges über Sicherheit im Internet dazu gelernt.
Heute läuft die Seite stabil. Die fiesen Bots sind ausgesperrt, die Firewall steht wie eine digitale Festung, und ich habe mehr über Netzwerksicherheit gelernt als in jedem IT-Kurs.
Wenn du also selbst eine Gaming-Seite starten willst: Sei vorbereitet. Es wird nicht einfach. Aber mit Humor, Geduld und einer guten Firewall überlebst du auch die härtesten Angriffe.
Und denk dran: Immer ein Backup machen. Immer.
Endlich können wir behaupten, dass wirklich alles für die Sicherheit der Seite getan haben und zum spaßigen Teil übergehen
In diesem Sinne: Danke liebe Angreifer, ihr macht uns besser!
Kosten
Sucuri Web Application Firewall
20€ / Monat
Server
15€ / Monat
erweitertes Monitoring
5€ / Monat
Serverwechsel
kostenfrei
Sonstige Kosten
jede Menge Nerven und Zeit
Skillz
Sucuri
Die Einrichtung von Sucuri ist nicht trivial, aber auch kein Hexenwerk.
Man benötigt ein grobes Verständnis dafür, was ein DNS-Server ist und wie man die eigenen DNS-Eistellungen konfiguriert.
Alles Weitere läuft gut verständlich über die Sucuri-Oberfläche.
IT-Sicherheit
Für weitere Sicherheitseinstellungen am eigenen Server muss man sich da schon deutlich tiefer in die Materie einarbeiten.
Aber alles, was man dabei lernt hilft einem auch garantiert in der Zukunft.





